Wie und warum wirkt Osteopathie?

Manche Patienten fragen sich, wie die manuelle Behandlung auf den Körper wirken kann, zumal sie oftmals sanft und kaum spürbar ist.

Nicht nur unser Bewegungsapparat, sondern auch Atmung, Blut- und Lymphkreislauf, Nahrungsaufnahme und –verdauung, Schlaf- und Wachrhythmus sowie die Weiterleitung von Nervensignalen funktionieren durch Bewegung. Diese Bewegungen innerhalb des Körpers sind sehr fein und werden deshalb mit subtilen Impulsen angemessen behandelt. Wir setzen daher mehr Kraft bei kräftigen Strukturen ein und sanfte Techniken bei feinen Systemen. Die Beeinflussung von feinen Systemen wie dem Hormon- und Nervensystem hat oftmals größere Auswirkungen als z.B. ein starker Impuls in einem unempfindlicheren System wie Muskulatur oder Skelett.

Alle Systeme unseres Körpers stehen in wechselseitiger Abhängigkeit und wirken als Einheit zusammen. Diese Einheit wird unter anderem durch das Bindegewebe, Faszien, hergestellt. Der Osteopath ist darauf spezialisiert, Bewegungs- und Funktionsstörungen zu erfühlen und diese mit angemessenem Halten, Schub oder Zug durch seine Hände zu beeinflussen. Dadurch kann er dazu beitragen, die Einheit und Balance des Körpers wiederherzustellen. (s. u. Hinweis aus rechtlichen Gründen)

Wieso kann der Osteopath eine Struktur behandeln, die er manuell gar nicht direkt erreichen kann? Da alle Strukturen und Organe des Körpers über das Bindegewebe verbunden sind, kann der Osteopath auch die Körperteile (z.B. innere Organe) bewegen und beeinflussen, die er nicht direkt anfassen kann.

Es verhält sich ähnlich wie bei einem Lenkdrachen, dessen Richtung man auch durch leichtes Halten oder leichten Zug ändern kann, ohne ihn anzufassen.

Hinweis aus rechtlichen Gründen: Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Für den Bereich der Wirbelsäule, z. B. beim chronischen Schmerzsyndrom, geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, S. 2325 ff.) Im Übrigen gibt es bislang keine großen, randomisierten Doppelblind-Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweisen osteopathischer Medizin bei den genannten Krankheitsbildern nachweisen.

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